von schlenzi » 28.07.2005, 13:09
Je näher sie an meinem Tisch ist, desto nervöser sehen mich ihre Augen an mit einem Lächeln – etwas scheint sie zu treiben, aber zugleich nachdenklich zu machen. An meinem Tisch angekommen stellt sie mir das eine Glas hin – „Hallo!“ sagt sie. - und setzt sich mir gegenüber hin, stellt ihr Glas ebenso vor sich hin und guckt einen Moment auf ihr Getränk.
„Du bist also ein kleiner Milchbubi!“ sagt sie leise und hebt langsam ihren Blick.
Ich grinse: „Ja, genau!“
„Auf was möchte der Milchbubi mit mir anstoßen?“ fragt sie und nimmt ihr Glas in die rechte Hand.
Ich denke nach – „Auf den Abend ...“ sage ich und nehme ebenfalls das Glas in die Hand.
„... und was hoffentlich noch kommt!“ sagt sie mit schelmischem grinsen und stößt mit mir an.
Kurz bevor ich den ersten Schluck nehme hatte ich fast komplett ausgeatmet ... und ... es brennt wie Feuer ... bei gezwungenermaßen Luftholen brennt mein Hals und ich sehe zum Barkeeper. Der lacht leise und sieht wohl auch noch meine roten Augen ...
„Der Milchbubi trinkt ja harte Sachen.“ Keucht sie leise und hat auch rote Augen.
`Man wird mir auf einmal warm´ denke ich und frage auf einmal ohne Furcht: „Wieso ist eigentlich eine Frau, die ... | so ein hübsches Lächeln hat [mein Blick weicht kurz ihren Augen aus] | ... alleine in einer Kneipe?“ – bescheuerte Frage denke ich auf einmal, aber sie lächelt wieder.
„Zu Hause bin ich allein, und hier auch, naja bis eben. Aber hier gibt harte Milchshakes zum diskreten Anheitern!“ Sie hebt ihr Glas und dreht sich zum Barkeeper um. „Schmeckt klasse, danke!“ Sie dreht sich wieder zu mir. „Auf einen schönen Abend!“
Jetzt stoße ich an ihr Glas. „Ja, auf einen schönen Abend!“ Jetzt habe ich kein Problem mit diesem Milchshake und genieße die wärmende Wirkung.
Ich schlüpfe aus meinen Schuhen. „Was hast du heute eigentlich so gemacht?“ frage ich.
„Naja, in der Firma die Stellung gehalten und etwas im Internet gesurft.“ Antwortet sie. „Was hast du so gemacht?“
„Hm... ich hab ja Urlaub, aber gammel fast nur zuhause rum und chatte fast täglich im Netz, so auch kurz bevor ich hier rein kam.“ Erzähle ich.
Sie schaut leicht ausweichend an mir vorbei und grinst, gleichzeitig denke sie an etwas anderes. „Ich hatte auch eben gechattet! Ist ja witzig.“
Kleine Pause.
Dann sieht sie mich konzentriert an und denkt angestrengt nach. „Ich stöbere im Netz.“ Sie sieht mich angestrengt an, erwartet eine Reaktion, aber ich frage mich was das soll. Es schließtlich nur ein Satz, der mehr erwarten läßt, weil er wenig aussagt für eine Konversation.
„Ich nicht verstehe dich jetzt nicht so richtig, ich stöbere auch im Internet.“ Erwidere ich unsicher.
„Falsche Antwort!“ gibt sie leise als Antwort.
„Ist das jetzt ein Spiel?“ frage ich. "Ist das ein Gag?"
Jetzt lächelt sie wieder leicht. „Das ist eines der Stichworte!“
Ich verstehe nur Bahnhof, obwohl sich im Hinterkopf so etwas wie ein Dejavu breit macht. Nur fällt mir nicht ein was es ist oder sein kann. Während ich überlege mache ich es mir bequemer auf dem Stuhl und strecke meine Füße etwas aus.
Sie nimmt grinsend ihr Glas. Ob sie schon betrunken ist? „Auf einen schönen ... [sie denkt nach] aufregend ... , ... nein geilen Abend!“
Ich lache und nehme mein Glas ebenfalls. Dann wiederhole ich die Worte: „Auf einen schönen [ich lache leicht] aufregenden ..., nein [ich denke nach und sehe sie einmal zwinkert] geilen Abend.“ – dann stoßt sie plötzlich an und reißt mich aus den fragenden Gedanken. Ach egal sage ich mir und nehme einen großen Schluck – jetzt schmeckt er schon gar nicht mal so schleckt.
Jetzt streckt sie auch ihre Beine aus und einer ihrer Füße berührt den Fußrücken meines rechten Fußes. Nüchtern würde ich meinen Füß bei einer Unbekannten wegziehen, aber jetzt ist einfach die Weichheit und Wärme ihrer Berührung so schön, daß ich dem Gefühl erliege ... gern und ohne Scham erliege. Sie sieht mich an: „Heute habe ich | [besondere Betonung] nette | Bildchen gefunden und an jemanden geschickt.“
Jetzt lache ich: „Och, ich habs ja nicht so mit solchen Sachen..." – Du bist es also?
Sie nickt.
„Irgend etwas sagte mir als ich reinkam ... du kennst sie.“ Sage ich leise. „... aber ist das normal?“
„Was ist schon | [besondere Betonung] normal | ?“ fragt sie mich und lacht. Ihr rechter Fuß streicht an meinem linken Bein hoch und legt auf meinen Oberschenkel.
„Das sich mein Gegenüber gern massieren läßt.“ Antworte ich und denke weiter nach. Langsam und leicht massierte ich sanft ihren Fuß. „... und der Trieb.“ Schiebe ich leise nach.