Ich machte die Augen auf und fand mich auf einer Wiese einer Savanne wieder. Wo war Carismina geblieben? Ich will wieder zu ihr, oder sie in meine wirkliche Zeit mitnehmen ... aber sie ist weg und außerdem weiß ich nicht wie ich in meine Zeit kommen kann. Ich richte mich auf und halte Ausschau, aber ich scheine weit weg von meiner Heimat zu sein. In der Ferne sehe ich einen Wasserfall, also gehe ich zu der Wasserstelle um meinen Durst zu löschen.
Als ich die Stelle sehe bin ich überwältigt, denn hier ist ein kleiner angestauter glasklarer größerer Teich und lud zum baden ein. Ich zog mich meine Kleidung aus und tauchte mit einem Fuß ins Wasser, doch es war eiskalt. Ich wollte gerade zurück zu meiner Kleidung, welche zehn Meter entfernt über einen Ast hing, da hörte ich Geräusche.
Eine sehr Frau kam an den See und ich tauchte schnell ins Wasser, denn um den See herum bot nichts genügend Versteck um sich zu verbergen. Die Wärme flüchtete sofort durch das Eintauchen ins kalte Wasser und verursachte eine Gänsehaut. Ich zitterte unter Wasser wie verrückt und sah mit meinen Augen, wie sie immer näher kam.
Die Frau hatte ein schönes Gesicht, aber war furchtbar dick ... doch als sie sich ans Ufer setzte und ihre Indianertracht anhob und ihre Scham zeigte, da erkannte ich ... sie war schwanger. Hat sie etwa vor ihr Kind hier zur Welt zu bringen? Irgendwo hatte ich mal gehört, daß Indianer ihre Kinder selbst zur Welt bringen, aber eigentlich hatte ich nie geglaubt.
Na gut, ich sehe jetzt daß es wohl geht, aber ich kann kein Blut sehen und drehe mich schnell um ... hoffte es würde schnell zu Ende gehen. Laute Geräusche von Schmerz und Leiden dringen aus ihrem Munde, mir war so als ob es immer kritischer werden würde und drehte mich zu ihr. Sie lag in diesem Moment mit dem Kopf im Nacken, aber plötzlich drückte sie angespannt und schaute in meine Richtung. Panik liegt in ihren Augen und so hob ich beschwichtigend die Hände in die Höhe und drehte mich langsam wieder um.
Ich verharrte Vielleicht eine Minute in der Regungslosigkeit und daß das Wasser einen Teil meines Körpergewichts trug war entspannend ... das genaue Gegenteil was sie zu erledigen hatte und sicher furchtbar anstrengend war.
„Hoi ugri mal grato i!“ sagte sie und ich verstand kein Wort, also drehte ich mich und versuchte ihre Regungen zu deuten. Etwas stimmte ganz und gar nicht bei ihr, sie schien furchtbare Schmerzen zu haben und ich rannte schnell – nackt wie ich war – auf sie los. Sie sah mich etwas verängstigt an, aber ich versuchte mit beschwichtigenden Handbewegungen zu zeigen, daß ich nichts Böses vor habe. Erst jetzt blickte ich konzentriert auf sie herab.
All das ganze Blut dachte ich und sah zwei kleine Füße mit samt den Beinen auf ihrer Vagina hängen, aber soweit ich mich erinnere ... so aus Dailysoaps oder Ärzteserien, aber auch aus eher aus Langeweile gelesene Fachzeitschriften ... muß der Kopf zu erst heraus, weil die Arme sich unkontrollierbar in und ganz sicher nicht so am Körper, daß sie parallel zum Körper vom Baby mitgeführt werden, sondern in dieser Lage würden sich die Arme weit auseinanderspreizen und beim mit gewaltigem Ziehen zum Reißen der Vagina führen.
Sie machte Anstalten ich solle das Baby herausziehen, aber kniete mich zwischen ihren gespreizten Beinen und drückte vorsichtig die Füße herein. Die Fruchtblase ist logischerweise zerplatzt, also muß ich mich beeilen, bevor das Kind an dem Schleim – welcher sicherlich in dessen Halse steckt – erstickt. Sie wurde panisch und histerisch als sie merkte was ich unmittelbar tat, aber wohl nicht wußte, daß ich das Baby drehen wollte und vielleicht auch nicht dessen Sinn verstehen würde. Sie zappelte und kämpfte als ginge es um ihr Leben ... und so wie sie es tut spielt sie wirklich mit ihrem Leben.
„Still!“ schrie ich so laut ich konnte und versuchte ihre Beine mit meinen zu fixieren ... festzuhalten ... und drang mit meiner rechten Händen versucht vorsichtig zu sein relativ schnell in ihre Vagina ein. Ich ertaste sehr sensibel den Körper des Babys und versuche es zu drehen, lege Zeige- und Mittelfinger hakenförmig unter die Achsel konnte es jetzt drehen. Als es endlich gedreht ist spreitze ich ihre Beine weiter und vorsichtig am Kopf.
„Drück!“ schreie ich laut und sie guckt hilflos zu mir ... ich merke wie sinnlos es ist jemand etwas verbal entgegen zuschleudern, welcher einziges kein Wort verstehen würde. Dann hatte ich eine Idee – ich hielt die Luft an und drückte die Luft in meinen Lungen so stark in die Mundhöhle, bis die Wangen so angespannt aufgebläht waren fast wie bei einem Frosch. Dann machte sie es mit nach und fing an zu verstehen, denn sie begann zu pressen. Schließlich war der Kopf draußen und ich war froh, daß das Baby noch lebte, denn es war viel Zeit vergangen ... oder jedenfalls kam es mir so wahnsinnig lange vor. Dann kamen schnell die Arme und dann war es in einem Rutsch ganz heraus. Die Nabelschnur, o Gott, wie blutig es war und ich wußte nicht wie ich sie abtrennen sollte, denn eigentlich mußte man es mit einer erhitzten Schere oder so abtrennen ... aber ich fand nicht mehr die nötige Luft um darüber nachzudenken, denn ich kippte mit dem Baby unmächtig zur Seite.
Plötzlich erschrecke ich und öffne die Augen. Wildes Geschrei ist um mich herum und ich habe das Gefühl, daß man mir mein „Skalb“ oder wie sich das nennt nehmen will.
„Du darfst gehen, aber deine Kopfhaut bleibt hier.“ singe ich zynisch das Lied der Ärzte nach und muß lachen.
Blitzschnell kommt ein mit Kriegsbemalung bedeckter Mann an mich heran, aber noch schneller umarmt sie mich beschützend und scheint um mein Leben zu flehen. Sie wechseln sehr viele Worte und einen höflichen Klang haben sie wirklich nicht.
„Ich wünschte daß ich euch verstehen könnte, aber das ist leider nicht der Fall.“ sage ich versuchte mich von ihr zu lösen und aufzustehen.
„Ich ...“ sagte ich und zeigte mit dem Finger auf mich. „Martin.“
Sie hörten mir alle genau zu, aber als der Obermacker der Indianer sich wütend umdreht und in einem Zelt verschwindet ... laufen mir alle Zuhörer einer nach dem anderen davon. Nur zwei bleiben vor mir und sehen mich an, daß heißt der kleine Junge aus ihrem Bauch schien zu schlafen ... war die Geburt auch für ihn so anstrengend gewesen? Jedenfalls bestimmt nicht so angenehm, wie im Bauch der Mutter die neun Monate beschützt heranwachsen zu können.
Ich sah noch einmal konzentriert in ihre Augen und sagte: „Ich Jens.“ wieder zeigte ich mit den Finger auf mich. „Du?“
Verbal reagierte sie überhaupt nicht, doch ihre Augen hielten sich an meinen.
„Mutrai mig hug.“ sagte sie, aber ich verstand sie nicht ... jedenfalls nicht den Sinn ihrer Worte, aber dann nahm sie eine Hand von mir und zerrte mich in ein Zelt.
Ich entdeckte hier vier Schlafgelegenheiten, welche sich in vermutlichen Vorläufern des Schlafsacks darstellten. Sie deutete mit der freien Hand an, daß ich den einen Schlafsack nehmen soll und nachdem ich meine Schuhe und mich bis auf die Unterhose und des T-Shirts auszogen hatte legte ich mich unter die Büffelfelle.
Sie ging aus dem Zelt und ich war allein im Zelt, doch nur langsam verging die Zeit. Irgendwann tief in der Nacht, nur der Schein eines Lagerfeuers drang sehr gering durch den Stoff in Innere des Zelts. Plötzlich hörte ich leise kichernde Geräusche und ich setzte mich auf, sah um mich, doch entdeckte niemanden ... also muß es von draußen kommen bildete ich gerade den Gedanken ... und gerade in diesem Moment kommen drei Indianer ins Zelt. Einer dieser kam blitzschnell mit einem Messer an meinen Hals gesetzt mit dem Kopf an meines und machte: „Sch...sch.“ was wohl bedeuten sollte, daß ich kein Laut von mir geben solle und ich nickte einmal, doch noch wich dieser nicht von mir. Irgendwie wirkten die drei so klein, also sind es wohl jugendliche Kinder auf der Suche nach dem Abenteuer sich gegen einen Erwachsenen zu behaupten ... eben die jugendliche Überheblichkeit, wie man sie aus dem Film „Der mit dem Wolf tanzt“ kennt. Ich grinste leicht, was die drei nicht bemerkten, wenn dann vielleicht nur den Schattenwurf der Gesichtsmimik.
Als eine der anderen beiden dann eine Fackel entzündet und das geworfene Licht jedes Gesicht offenbahrt, erst jetzt sehe ich daß es drei jugendliche Frauen sind, welche ich zwischen 15 und 17 Jahren schätze. Meine Augen sehen langsam, aber sehr nervös nach links und rechts. ... was wird das jetzt hier? Jedes ihrer Gesichter formt ein süßes Lächeln, welches mich angenehm verwöhnt, aber was ist wenn die anderen Indianer hier ins Zelt kommen würden? Ich wollte bei dem Gedanken instinktiv zur Seite ausweichen und mich dem – was auch immer gleich passieren würde – entziehen. Das Messer ritzte ich leicht in meinen Hals und die Indianerdame die es hielt ging mit in meine Ausweichbewegung, damit sich das Messer nicht weiter in das Fleisch ritzen würde.
„Huarh jul rirue mi akj.“ flüsterte sie mir ins Ohr.
„Was auch immer du sagst, aber nimm bitte das Messer weg.“ flüsterte ich leise. Wie sollte sie es verstehen?
„Als ich neulich durch den Canyen ritt, da folgten mir Indianer und sie waren zu dritt.
Ich gab meinem Hengst die Sporen, doch sie kriegten mich und ich ward verloren.“ sang ich leise und sie lauschten den Reimen. Zu dritt sind sie zu meinem Übel auch und lachte plötzlich recht laut, als mir die Metapher bewußt wurde ... wenn man denn an Sex denkt. Ich war wohl zu laut für die drei Hübschen, denn sie schmissen sich auf mich.Zwei hielten mir die Arme und die dritte hielt mir den Mund zu, während sie in meine Augen sah.
Dann nahm sie langsam die Hand von meinen Lippen und die anderen beiden ließen meine Arme los.
„Haupg aus kiau lao agusl ir.“ sagte die mit dem Messer und ich vermute sie ist die Cheffin der drei. Die anderen setzten sich mich hin und die Cheffin deutete an, daß ich mich aufrichten sollte. Ihre Hände zerren an meinem T-Shirt und ziehen es mir über den Kopf. Als sie mir den Slip auch noch ausziehen möchte, aber ich mich wehrte, da zog sie erneut ihr Messer und ich beugte mich. Sie stellte sich vor mich und spreitzte meine Beine so, daß man meine Männlichkeit ohne Probleme sehen kann. Wie deprimierend dachte ich.
Dann setzt sich die Cheffin hinter mich und legt ihre Arme um mich, so daß sich ihre noch nicht ausgewachsenen aber süßen Brüste durch den Stoff ihres Gewandes an meinen Rücken drückt. Sie fährt mit ihren Lippen und der Nase durch mein Haar, ich bin verwirrt ... was wird das hier frage ich mich im Stillen. Als die anderen beiden schließlich eine Hülle nach der anderen fallen lassen und sie dann nackt vor mir anfangen sich zu streicheln, da regt sich langsam etwas zwischen meinen Beinen. Er kribbelt und richtet sich langsam Millimeter für Millimeter immer weiter auf. Sie legen sich vor mich hin, ihre Beine zu mir gestreckt, so daß ihre süßen Linien sehen kann. Ich zwinge mich dazu wegzusehen, aber da zwingt mich die Cheffin mit dem Messer es doch zu tun ... doch eigentlich will ich es ja doch doch sehen.
Den dreien ist natürlich nicht entgangen, daß sich bei mir verändert hatte und setzten sich vor mich hin. Sie saßen gekniet auf ihren Fersen vor mir, während das eine Knie vielleicht zwanzig Zentimeter vom anderen entfernt war ... so daß ihre Scham weiterhin offen vor mir lag. Sie zeigten mit dem Finger auf meinen Freund und kicherten. Aus Neugierde kam die Cheffin hinter mir hervor, stellte sich vor mich und guckte ebenfalls auf ihn. Sie schien zu lästern und machte eine abfällige Bewegung mit der Hand.
Ich grinste auf einmal bei dem Gedanken es ihnen gleich zu tun und zeigte auf die Cheffin, welche noch angekleidet war. Ich schnitt eine Grimasse, so als ob sie wohl feige war es ihren zwei Untergebenen gleich zu tun. Sie Schrie auf einmal vor Wut und erschreckte so gleich mit mir und den anderen beiden, denn dieser Schrei war ganz klar zu laut. Ich sprang auf, löschte blitzschnell die Fackel – an der ich mich verbrannte –, warf die Kleidung der Beiden zu dem jeweiligen Besitzer und schmiß mich selber in Slip und T-Shirt.
In einer Ecke waren so viele Felle, daß es sicherlich nicht auffallen würde, wenn sich dort zwei der Indianerfrauen dort verstecken würden, aber die dritte wäre nicht so einfach zu verstecken. Es kamen plötzlich viele Schatten geworfen vom Schein des Feuers an unser Zelt und als ich keine andere Möglichkeit fand, zeigte ich mit dem Zeigefinger in Richtung der Felle und deutete mit zwei Fingern an, daß sich dort nur zwei verstecken. Bei der Dritten, es war die Cheffin, legte ich die Hand auf ihren Mund und zeigte unter meinen Schlafsack ... und daß sie sich hinter meinem Rücken liegen muß. Gerade noch rechtzeitig war ich unter der Decke und konnte so tun als ob ich schlafen würde. Die Cheffin war hinter meinem Rücken und drückte sich fast an mich ... vor Furcht erwischt zu werden?
Man stieß mich an und ich zwinkerte stark beziehungsweise rieb meine Augen, so daß sie rot werden mußten.
„Was ist denn jetzt los?“ fragte ich. „Ach ihr versteht mich ja nicht.“
Es standen vier Indianer mit Kriegsbemalung an meinem Schlafsack und meckerten wieders so, als ob sie nie aufgehört hätten. Einer von ihnen hielt eine Fackel, welche beim Öffnen des Eingangs stark flakerte und zwei Frauen kamen herein. Es war die Indianerin, bei der ich Schwangerschafthilfe geleistet hatte und ihre ... es könnte ihre Mutter sein.
Sie sagte etwas und die vier Meckerheinis schwiegen von einem zum anderen Moment, so daß man fast meinen könnte es wäre so etwas wie Magie. Wenige Sekunden verschwanden die Vier aus dem Zelt, jedoch blieben die zwei Frauen im Zelt. Sie redeten ruhig miteinander, was sehr beruhigend wirkte ... irgendwie, doch war die Situation immer noch kritisch.
Es war nur der Schein des Lagerfeuers, der durch den Stoff des Zeltes dessen Innern nur geringfügig erhellte. Die beiden warfen ihre Kleidung ab und legten sich in den zwei der der drei freien Schlafsäcke. Ich wartete lange, aber es dauerte bis die zwei aufhörten sich zu unterhalten und dann scheinbar schliefen. Ich stieß die Cheffin ganz leicht an, jedoch rührte sie sich nicht. Sondern legte ihren rechten Arm um mich und ihr linker Arm versuchte sich unter mir einen Weg zu bahnen mich zu umarmen.
„Oh Mann.“ flüsterte ich ganz leise.
Sie antwortete etwas, doch dessen Bedeutung offenbahrt sich mir wohl nie – sich strich mit ihren Händen meinen Oberkörper und das Zwerchfell. Ihre Süße Brust lehnte sich an mich und sie fuhr mit den Lippen an meinen Hals entlang ... sie schnupperte förmlich an meiner Haut ... nahm meinen körperlichen Geruch auf.
„Hey, laß das!“ flüstere ich leise zu ihr und hoffte, daß sie aufhören und die zwei Frauen – die jetzt mit uns im Zelt schlafen – mich nicht hören würden, doch unterließ sie die Avancen ihrerseits nicht und legt auch noch ihren Kopf an meinen ... die Form ihres Kinns schmeichelt sich von traumhafter Sanftheit an meinen Hals.
Sie flüstert irgendetwas, aber ... nein das hatten wir schon, ich verstehe kein Wort.
„Ich Totanti.“ flüstert sie mir auf einmal ins Ohr.
Totanti hieß sie also: „Ich Jens ... du Totanti.“ sagte ich sehr leise.
„Ich Totanti ... du Jens.“ flüstert sie und wollte mein T-Shirt nach oben schieben, doch blockierte ich sie und weil wir nicht alleine waren, gab sie wenige Minuten später auf. Wir schliefen eng umschlungen ein, daß heißt eher ... sie hat mich umschlungen.
Einige Stunden später war erneuter Geschrei zu hören und ich wachte auf. Dieser Schrei klang jedoch lebensbedrohlich und ich sprang unter meinem Schlafsack heraus, rannte halb nackt aus dem zelt und versuchte die Richtung aus dem der Schrei auszumachen. Ich hörte den Geschrei von Wölfen ... faszinierende Geschöpfe. Beängstigend, aber dennoch wollte ich immer mal einen Wolf sehen.
Als ich dann losrennen wollte, da legte mir jemand eine Hand auf die Schulter um mich zurück zuhalten, jedoch löste ich mich und rannte los. Einige Minuten war mir klar, daß die Hand dieser Person mir das Leben retten wollte, denn als ich den Rudel von vielleicht zwölf Wölfen oder Mehr sah, da wurde mir ganz anders.
Der helle Mond schien auf uns herab und meine weiße „Kleidung“ reflektierte es sehr stark, also entschied ich mich es schnell aufzuziehen, damit ich nicht zu schnell von den Wölfen gesehen werde. Als ich einige Meter weiter war und sich mir die Wölfe zielstrebig näherten, da war mir klar, das Augen nicht das einzige Sinnesorgan war um ein mögliches Opfer zu finden.
Ich rannte los, nackt wie ich war zu den Schreien und sah eine kleine Baumgruppe, doch niemanden von dem der Ruf kam ... bis plötzlich jemand etwas sagte. Ich verstand kein Wort, doch der Ruf kam von oben ... aber schon waren die Wölfe zu nah, um mich auf einen der oberen Äste Schutz zu finden.
Ich fügte mich dem unausweichlichen Schicksal und setzte mich ruhig in den Schneidersitz, sah nach unten und versuchte einen Moment der Entspannung zu finden, während die Wölfe ihren Kreis immer enger zogen und näher kamen. Dann war ein Moment da an dem ich meinen Kopf hob und ihnen mit dem Blick, der keinerlei Furcht in sich barg, aber auch keine Bedrohung bedeutete ... ich guckte den zwei vorderen Wölfen nur stumm in dessen Augen und schweifte zu dem nächsten Wolf.
Nach einem Wink hörten alle Wölfe auf zu heulen und in diesem Moment war ich kein Mensch mehr, ich war nur ein Tier unter ihnen ... nur ob ich jetzt Opfer war oder ein Freund, das war irgendwie nicht klar. Ich hatte in diesem Augenblick keine Angst, sondern fühlte nur die Nähe zu dem Tier, welches mir – ob gleich seiner Gefährlichkeit im Rudel – den Zauber der Schönheit des Tieres näher brachte.
Ich begann leise eine Melodie von langezogener indianischer Pflötenmusik zu pfeifen, anfang mehr gehaucht aber mit vergehenden Sekunden allmälich kräftiger werdend und schweifte mit dem Blick weiter mit fast glasigen Augen wie es ein Blinder hat. Ich war erstaunt wie glasklar und genau ich die Töne traf. Die Wölfe kamen noch näher und legten sich beinahe vor mich hin ... die vordersten sahen entspannt zu mir, doch alle schienen mir und meinem Pfeifen zuzuhören.
Ich war glücklich in diesem Moment der scheinbaren Freund zu den Wölfen und eine Träne des Glücks verließ mein Auge mit einem Lächeln im Gesicht. Als ich nach vielleicht einer dreiviertel Stunde eine kleine Pause machte, da sahen sie mich ruhig an ohne Drohung in ihrem Blick und manch einer hob neugierig den Kopf. Fragten sie sich vielleicht warum ich aufgehört hatte? Oder war es doch ein Ausdruck dafür, daß sie die Melodie so schön gewesen war und mehr wollten?
Ich sagte keine Worte, machte keine ruckartigen Bewegungen, welche als Bedrohung aufgefaßt werden konnten, sondern pfeifte die eine oder andere Melodie aus der Erinnerung oder sah sie nur schweigend an. Ich lehnte mich weiter an den Baum und versuchte mich so gut es ging während ich pfiff zu entspannen, denn ich war langsam sehr sehr müde.
Auch fühlte ich jetzt die Kälte, die reale Kälte. Die Wärme durch Angst, oder die Freude über eine neue Freundschaft war gegangen, und ich fing an zu zittern. Langsam legte ich mich zusammengekrümmt wie ein Baby auf den kalten teils felsigen Sandboden und versuchte zu schlafen. Ich schüttelte mich wie jemand mit schlimmen Schüttelfrost und hoffe darauf, daß es wieder Tag werden wird, aber bis dahin werden noch zwei vielleicht sogar drei Stunden vergehen.
Auf einmal fühle ich eine Zunge in meinem Gesicht, wie sie sich mit der Rauhen Oberfläche über meine Wange zieht und öffne etwas erschrocken die Augen. Ein Wolf hat mir über die Wange geleckt wiederholte ich mir meine eigene Überraschung noch einmal im Stillen, und sehe wie er sich wärmend an mein Kopfende legt ... langsam lege ich meinen Kopf auf seinen Oberkörper. Dann steht noch einer auf und legt sich an meinen Rücken, worauf mir zügig wieder warm wurde, denn irgendwie war es mir zu schnell. Noch zwei Wölfe kamen an mich heran, legten sich an mich und boten mir damit ihre Wärme an. Schließlich war es so wohlig warm, daß ich einschlief bis zum Morgen.
Ich wachte auf und dem Stand der Sonne schien es so etwa 8 oder 9 Uhr zu sein. Es war nur noch der Wolf unmittelbar bei mir, auf dem mein Kopf lag. Als ich mich aufrichtete stand er auf und stellte sich direkt vor mich hin, so daß er in meine Augen sehen konnte.
Ich lächelte meinem neuen Freund an und sagte leise: „Danke.“ verbeugte mich mit dem Kopf leicht, ohne seine Augen zu verlieren, und strich ihm langsam vorsichtig seitlich unter den Ohren nach hinten zu deinem Rücken. Dann gab er ein Kommando mit einer kopfbewegung und ein anderer Wolf brachte mir mein Slip und das T-Shirt, welches er vor mir in meine Hände fallen ließ.
Auch hier verbeugte ich mich und sagte leise: „Danke.“ ich wollte auch ihn gerade einmal streicheln, doch für mich unvermittelt laufen sie in Richtung der Berge. Mein Blick folgt ihnen und ich fragte mich, ob ich diese schönen Wölfe wiedersehen werde. Als sie nicht mehr zu sehen sind stehe ich auf und ziehe mich an, als plötzlich drei jugendliche Kinder von einem Baum herunter springen.
Sie werfen mir alle möglichen Worte an den Kopf, doch verstehe ich kein einziges ... wäre auch zu schön gewesen, oder? Ich gehe mit den Jugendlichen zurück ins Lager und es nervt schon, daß sie mir so vieles an den Kopf werfen.
„Hört doch bitte endlich auf!“ sage ich und wiederhole es im Lager noch einmal ... und siehe da, alle laufen in jede mögliche Richtung von mir weg.
„Aaaah, endlich Ruhe.“ sagte ich leise zu mir und wollte in mein Zelt um mir meine Klamotten anzuziehen. Als ich kurz vor dem Zelteingang bin, kommt es mir so vor als verfolgen mich nicht nur die Blicke, sondern auch jeder Mensch in diesem Indianerdorf und ich sehe um mich ... es stimmt, alle kommen immer näher.
Schnell gehe ich ins Zelt und schlüpfe in Hose, Pullover, Socken und in die Schuhe. Dann kam ich heraus und es sagten mehrere Indianer gleichzeitig etwas zu mir. Mein Gedanke war der, daß jetzt nicht nur einen nicht verstehe, sondern gleich sechs von der Sorte Sprache, dessen kein einziges Wort mir geläufig ist.
Ich hob nur meine Schultern und signalisierte damit: „Ich verstehe kein einziges Wort!“ doch sie redeten und redeten unentwegt weiter auf mich ein. Vielleicht dachten sie ja, daß ich es schon irgendwann lernen würde. Sicherlich wollten sie wissen, wie und was ich mit den Wölfen gemacht hatte und sich auch bedanken, daß ich bei den Jugendlichen gewesen war, aber klar war ... ich verstand kein Wort, richtig!!!
Als auf einmal ein Indianer auf mich zu kam, mich am Hals packte und Grimassen schnitt, als sei ich der Idiot, und dazu noch schrie, da riß ich mich zu seiner Überraschung gekonnt los – was auch mich überraschte ... man soll ja immer Ehrlich bleiben – und schrie ihm so laut ich konnte in sein Gesicht: „Halt´s Maul!“
Hey, die plötzliche Ruhe im Indianerdorf war traumhaft sage ich euch, es scheint so als wären die zwei Worte sehr Kraftvoll in ihren Ohren ... wenn sie so reagieren. Auch gingen alle ein Schritt zurück und machten mir Platz, während der eigentliche Idiot aus meinem Blickfeld verschwunden war ... wo war er denn jetzt fragte ich mich, wollte ein Schritt vor tun und stolperte über etwas, also sah ich zu Boden und sah ihn. Mir ist gar nicht aufgefallen, daß er umgekippt war ... wie peinlich.
Er sah wie erstarrt vom Schreck zu mir hoch, so daß ich Mitleid hatte und reichte ihm die Hand zum Aufstehen, aber auch zur Freundschaft. Er war irgendwie verängstigt und verwirrt, aber er nahm meine Hand dennoch und ich zog ihn hoch.
„Ich ...“ sagte ich im ruhigem freundlichem Ton und zeigte auf mich. „... Jens.“
„Du ...“ ich zeigte auf ihn und machte einen fragenden Blick.
Die Cheffin Totanti kam zu uns. Sie zeigte auf sich und sagte: „Ich Totanti ... [dann zeigte sie auf mich] du Jens ... [dann zeigt sie auf den Indianer vor mir] du Majchotu.“ Sie sagte etwas in ihrer Sprache und dann sagte Majchotu: „Ich Majchotu ... du Jens.“
„Ja, genau!“ sagte ich und lachte freundlich, worauf er ebenfalls langsam und einem Zögern ein Lächeln aufsetzen konnte.
Dann nahm sie meine Hand und zog mich zur nächsten Person bei der wir dieses Spiel wiederholten ... sie stellte mir so jeden Indianer des Dorf vor und das waren ihre ersten deutschen Vokabel. Ich ... du, welch große Leistung, aber welche Worte ihrer Sprache kenne ich schon? Ich denke nach, aber mir falle nur Namen ein, und diese auch nur unvollständig. Wenn ich jemand mit seinen Namen ansprechen will, aber es falsch betone oder einen Buchstaben vergesse, dann wird er mich hoffentlich nicht seines großen Stolzes skapieren wollen.
Zwei Wochen vergehen vergingen und die Aufdringlichkeit von der `Cheffin´ Totanti und ihren zwei Freundinnen konnte ich mich nur selten entziehen, aber ich konnte es immer bei einem Kuß abbrechen ... womit ich sie jedes Mal kränkte wie es schien. Es tat mir irgendwie leid, doch konnte doch nicht einfach dem Spaß nachgehen und die drei mal eben schwängern, oder. Natürlich, für dich als Leser wäre es vielleicht schön wie manchmal in den vorangegangenen Storys, aber das wäre von dir aber sehr egoistisch, denn ich bin hier in einer schweren moralischen Lage ... die mich vielleicht das Leben kosten könnte, weil ich das Vertrauen der anderen Indianer ausgenutzt hätte.
Also jeder Phase wo mich die drei bedrängten versuchte ich ihnen Worte in meiner Sprache beizubringen, was mir auch relativ gut gelang ... nur waren die Vokabeln nicht immer die der feinen Art, denn bei den Worten war küssen das harmloseste ... ging über Schw... oder Muschi ... zu ähem, naja, beinahe zu fic.... wie ich dachte, aber in diesem Moment wehrte ich mich auf´s heftigste, denn bei diesem Mal versuchte sie mich mit dem Messer zum Sex zu zwingen und verletzte mich sogar - mit einem unkontrolliertem Schnitt während des „Kampfes“ - am Oberarm ... sie brach sofort in Tränen aus und riß einen Teil ihres textilen Unterrockes ab um mich zu verbinden. Es schmerzte sehr die Wunde, aber meine Träne galt ihr, die sich sicher schlechter fühlte als ich und ich umarmte sie tröstend.
„Küssen.“ flüsterte ich ihr zu und sie sah kurz verwirrt zu mir hoch ... ich umarmte sie und gab ihr einen langen Kuß, damit sie ihr schlechtes Gewissen überwindet und vergißt. Dann kommen die Zwei zum Eingang, gucken herein und sagen etwas. Totanti sah noch einmal kurz zu mir, ihr Ausdruck war wechselhaft ... zwischen schlechtem Gewissen und dem nachwirkendem Gefühl des Glücks vom Kuß, welcher für sie mehr bedeuteteals nur der von Freundschaft. Sie ging raus und ich sah sie an diesem Tag nicht mehr.
Am nächsten Tag nahm ich mir eine Decke und ein paar Lebensmittel, um einen langen gemütlichen Spaziergang zu machen und meiner Aufgewühltheit ein wenig Ruhe zu gönnen ... einfach Abstand nehmen.
