Janka Z. und ihr Erlebnis mit HARTZ IV

Erotische Geschichten, Reime und Gedichte.

Janka Z. und ihr Erlebnis mit HARTZ IV

Beitragvon gumbold » 29.09.2006, 10:35

Janka Z. und ihr Erlebnis mit HARTZ IV

von Gumbold


Prolog:

Das nachfolgende ist meine erste Geschichte, eigentlich weniger eine Geschichte, mehr ein kleiner schwarzer Aufsatz mit einem Hintergrund, was uns die Politik noch in Zukunft bringen könnte. Mein Aufsatz hat wenig oder auch keinerlei Erotik. Vielleicht läßt sich einer der guten Autoren davon zu einer besseren Geschichte anregen.

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JANKA

Klick

Dudel dudel dudel ...

Janka Z. öffnet schlaftrunken ihre Augen.

Wieso hat sich der dämliche Radiowecker eingeschaltet?

Ein Blick auf das Display: Es ist erst halb zehn.

???

Ach so, ja, sie muss heute um 11 bei diesen Idioten vom Arbeitsamt erscheinen, deshalb störte sie das blöde Radio mitten in der Nacht.

Geht nicht anders, aufstehen muss sie. Naja, dann gehen wir einmal ins Bad, denkt sie sich. Ein prüfender Blick in den Spiegel: Mit ihren 1,62 und einem Gewicht von 79 kg ist sie für ihre 24 zwar etwas übergewichtig aber sie hat auch eine schöne straffe Haut. Außerdem meinte Ihr Mann immer, er liebe jedes Gramm.

So, jetzt erst einmal Frühstück: Kaffee und eine Zigarette. Im Wohnzimmer läuft der Fernseher; gut so. Wenn ihr Mann morgens zur Arbeit geht, setzt er immer ihren gemeinsamen Sohn vor das elektronische Kindermädchen, seine Trinkflasche mit Limonade und eine Schachtel Plätzchen liegen auch noch dort, das Kind muss schließlich etwas frühstücken. Was ist das: auf dem Wohnzimmertisch liegen von gestern Abend noch zwei Chipstüten - dieser faule Sack - jetzt muss sie selbst die Reste vom Abendessen in den gelben Sack werfen.

Hmm, wenn sie um 11 in der Stadt sein muss, könnte sie doch ihren Sohn bei der Oma parken; der bekommt dort ein warmes Mittagessen. Gesagt, getan. Es ist viertel elf. Tim wird schnell eingepackt, rein ins Auto und ab zur Oma.

"Hallo Oma Helene, Du, ... ich muss zum Arbeitsamt, ... könntest Du auf Tim aufpassen? Ich habe es so eilig, ich hatte noch nicht einmal Zeit seine Windeln zu kontrollieren." Mit diesem Satz läuft sie, den Sohn im Arm, in Omas Küche. Schnell noch etwas aus dem Kühlschrank. Die Oma freut sich immer, wenn sie Besuch bekommt.

Und wieder zurück ins Auto, Radio an und ab in die Stadt zum Arbeitsamt. "Na hoffentlich bekomme ich einen Parkplatz am Eingang" denkt sie sich. "Da verlangen die von einem zu den unmöglichsten Zeiten dort zu sein und haben nicht einmal genügend Parkplätze vorm Haus."

Na super, so viele Leute hier, dass heißt WARTEN - Bääh denkt sie sich.

"Grüß Gott, mein Name ist Z. Ich soll mich bei Herrn Gunkel melden" stellt sie sich am Kundenschalter vor.

"Ah, Frau Z. da müssen Sie warten, Herr Gunkel hat einen anderen Kunden."

"Wieso warten, ich hatte um 11 einen Termin"

"Es ist 11:15; Sie hatten einen Termin um 11 Uhr. Herr Gunkel hat gerade einen anderen Kunden vorgezogen, da Sie sich verspätet haben"

"Ich mich verspätet? Ich war pünktlich hier! ICH kann nichts dafür, wenn Sie zuwenig Parkplätze haben!"

"Sie werden sich schon gedulden müssen - Der nächste bitte!"

Janka nimmt im Flur platz. Toll jetzt muss sie auch noch warten. Dabei hatte sie sogar schon einen Parkplatz, direkt am Eingang, war zwar der für Chopperfahrer aber meine Güte, was brauchen die ein Auto? Und dann hat mich auch noch so einer angemacht, weil ich nicht behindert bin, faselte was von Polizei. Der ist daran schuld, dass sie warten muss.


Jetzt sitze ich schon 10 Minuten hier im Flur, überall laufen diese faulen Bleistiftspitzer herum. Kassieren die dicke Kohle und wollen ihr auch ihr Geld wegnehmen. Die sollen mir mein Geld überweisen und mich in Ruhe lassen, also wirklich. Und überhaupt: das blöde Rauchverbot. Und dann noch die ganzen Leute. Wenn es nicht um ihr Geld ginge würde ich sofort wieder gehen.

"Frau Z." tönt es aus dem Lautsprecher "Zimmer 125 bitte"

Na endlich, die Gestalt vor ihr hat wohl dem Gunkel seinen gesamten Leidensweg geschildert.

"Grüß Gott Frau Z." begrüßt sie der Sachbearbeiter.

"Hallo" antwortet Janka.

"Frau Z. ich habe eine wunderbare Nachricht für Sie: Wir können Ihnen eine Stelle anbieten, zeitlich perfekt für Sie passend"

"Super" sagt Janka und denkt sich dabei: "die lehne ich aber auch ab!"

"Frau Z. Sie haben mir, dass heißt der Arbeitsagentur, geschildert, dass Sie sich um ihren kleinen Sohn kümmern müssen. Bei der Arbeitsstelle, welche wir Ihnen anbieten können wäre Arbeitsbeginn um 18 Uhr; Sie könnten sich vormittags und abends Ihr Mann um Ihren Sohn kümmern. Ich weiß ja, Sie haben sonst niemanden, der Ihren Sohn zeitweise in Obhut nimmt. Toll, nicht?"

"Ja, ... schon ..."

"Wir hätten eine Stelle als eine Thekenkraft im Club72 für Sie in Aussicht"

"Club72?!? Ich arbeite doch nicht im Puff!!!" schreit Janka Herrn Gunkel an.

"Frau Z. mäßigen Sie sich, bitte! Club72 ist kein, wie Sie sagen 'Puff'. Nach unseren Unterlagen ist Club72 eine nächtliche Gastronomie ein Nachtclub."

"Sie spinnen wohl! Da arbeite ich nicht"

"Frau Z. es war überaus schwierig eine Stelle für sie zu finden, die ihren Bedürfnissen entgegenkommt. Außerdem was ist falsch als Thekenkraft zu arbeiten?"

Trotz aller guten Überzeugungsversuche von Herrn Gunkel weigert sich Janka strickt.

"Frau Z. in Ihrem Fall müssen sie mit Konsequenzen rechnen."

"ha!"

"Auf Wiedersehen Frau Z."

Janka steht auf und geht grußlos.

Vor lauter Ärger muß Janka sich erst einmal einen Döner gönnen. Obwohl, hat doch geklappt, wieder keine Arbeit, Stütze gibt es weiterhin.

Gegen 16 Uhr fährt sie nach Hause um erst einmal eine Stunde zu schlafen. Noch etwas Tims Maus im Laufrad beobachten. Um halb sechs holt sie Tim von der Oma ab. Dabei kann sie gleich die dreckige Wäsche bei der Oma abliefern und die saubere mitnehmen.

Gerade zuhause angekommen nimmt sie ihren Mann in Empfang.

"Du stell' Dir einmal vor, die hatten eine Arbeit für mich. DIE habe ich aber gleich abgelehnt, ich und arbeiten, auch nicht als Bedienung und schon gar nicht im Club72."

"Recht hast Du, mein Schatz"

"Komm lass' uns das feiern, wir gehen essen"

"O.K." erwidert er "wer fährt? Du oder ich?"

"Du! Ich bin heute schon gefahren."

"Na gut, zum Mac oder zum King?" bietet er Janka großzügig an.

Drei Tage später findet Janka im Briefkasten ein schreiben von der Agentur für Arbeit:

__________________

"Sehr geehrte Frau Z.,

sie haben eine Ihnen zumutbare Arbeit abgelehnt ...

wird Ihnen das Arbeitslosengeld II um 100% gekürzt..."

___________________

Janka fällt aus allen Wolken.

Das kann nicht sein!

Das ist nicht wahr!

Das darf nicht sein!

Diese unverschämten Schweine!

Na, die werden schon war erleben, wenn sie das ihrem Mann erzählt.

Sie greift sich Ihr Handy und ruft ihren Mann in der Arbeit an.

Eine Stunde später ist er zuhause.

"Ich habe mich krankgemeldet" sagt er "und morgen mache ich auch krank, wir gehen zusammen zum Arbeitsamt. Denen zeige ich 'mal was. So können die mit uns nicht umgehen. Die sind doch nur saudoof! Und Du weißt genau, dass wir auf Deine Stütze angewiesen sind. Sonst ist unser Haus weg."

Am nächsten Tag, wird Tim rechtzeitig zum Mittagessen bei der Oma abgegeben. Janka und ihr Mann fahren gemeinsam in die Stadt.

Jankas Mann läßt an der Eingangstheke der Arbeitsagentur den großen Max heraushängen.

"Ich fordere" "Ich will" "Sofort" sind die gängigen Begriffe die er lautstark nutzt.

Er ist so vehement, dass die Sachgebietsleiterin Frau Schmitt aus ihrem Büro kommt und wissen will das der Grund für den Radau ist.

Sie bittet Janka und Ihren Mann in ihr Büro. Auf ihrem PC ruft sie die Daten von Janka ab.

Ein kurzes Telefonat mit Herrn Gunkel klärt die noch offenen Fragen.

"Liebe Frau Z. wir konnten nicht anders handeln, durch Herrn Gunkel wurde Ihnen eine Arbeit als Thekenkraft angeboten. Eine in jeder Hinsicht für Sie zumutbare Arbeit. Herr Gunkel hat sich sogar die Mühe gemacht eine, für Ihre speziellen zeitlichen Bedürfnisse, geeignete Stellung zu finden. Sie sind weder minderjährig, noch seelisch labil, die Arbeit als Thekenkraft ist für sie körperlich auch nicht zu schwer, die Arbeit ist zumutbar."

Jankas Mann setzt zu einer Triade an, wird von Frau Schmitt gekonnt mit einem Blick und einer Handbewegung ausgesteuert.

"Frau Z. Sie haben vor beinahe vier Jahren einen unbefristeten Arbeitsvertrag gekündigt, weil sie es für nicht zumutbar hielten, in der neuen Filiale ihres Arbeitgebers in der Nachbarstadt zu arbeiten. Sie haben pro Jahr gerade einmal sechs Bewerbungen. Sämtliche Ihnen unterbreitete Stellenangebote haben Sie bisher abgelehnt. Nach aktueller Rechtslage müssen wir Ihnen unterstellen, dass Sie sind nicht arbeitswillig sind."

"Bin ich nicht!" erwidert Janka kleinlaut.

"So?"

Jankas Mann flüstert ihr etwas ins Ohr.

"Na gut, dann arbeite ich eben als Thekenkraft" sagt Janka zu Frau Schmitt nach einem zweifelnden Blick zu Ihrem grinsenden Mann.

"Leider ist die Stellung als Thekenkraft im Club72 bereits vergeben."

Janka und ihr Mann freuen sich sichtlich.

"Um die Unterstellung, sie wären arbeitsunwillig, auszuräumen, hätte ich noch ein Angebot für Sie. Eine Arbeitsgelegenheit, Sie kennen dies sicherlicht unter dem Begriff Ein-Euro-Job."

Na gut, dann arbeite ich eben, für einen Euro bestimmt nicht lange, denkt sich Janka und sagt "Schön Frau Schmitt, ich bin nicht arbeitsunwillig. Das mache ich."

"Das freut mich" sagt Frau Schmitt, "Nach der letzten Sozialreform, können Arbeitsgelegenheiten auch von privaten Arbeitgebern zur Wiedereingliederung ins Berufsleben angeboten werden. Herr Bockmann, der Besitzer vom Club72 bietet so eine Wiedereingliederungsqualifikation an."

Nach einer kurzen Pause schlägt Frau Schmitt vor, gleich einen Vorstellungstermin bei Herrn Bockmann telefonisch für Janka zu vereinbaren.

"Gruß Gott, Schmitt, Agentur für Arbeit, spreche ich mit Herrn Bockmann?" spricht Frau Schmitt in Ihr Telefon.

"Herr Bockmann, Sie haben sicher nichts dagegen, wenn ich mein Telefon auf Lautsprecher stelle, oder?" fragt sie und betätigt den entsprechenden Knopf.

"Frau Schmitt, was kann ich für Sie tun?" tönt es aus dem Lautsprecher.

"Herr Bockmann, Sie hatten der Agentur für Arbeit angeboten, in Ihrem Unternehmen eine Arbeitsgelegenheit für eine Langzeitarbeitslose zur Verfügung zu stellen. Wir hätten hier eine Kandidatin."

"Selbstverständlich Frau Schmitt, in der heutigen Zeit muss jeder Unternehmer sein Möglichstes für den Arbeitsmarkt tun".

"Ach Herr Bockmann, wenn nur einige andere Arbeitgeber so sozial eingesellt wären wie Sie."

"Sie haben unsere Kandidatin schon informiert, dass in meinem Unternehmen von spät bis früh gearbeitet wird" hakt Herr Bockmann nach.

"Selbstverständlich, diese Regelung kommt Frau Z. sehr entgegen. Wann könnte sich Frau Z. bei Ihnen am besten persönlich vorstellen?"

"Hmm, heute Abend um 20 Uhr wäre es für mich am besten. Übrigens wie alt sind sie eigentlich Frau Z.?"

"24" plärrt Janka Richtung Telefon.

"Gut, Frau Z. wir sehen uns heute Abend. Sie wissen sicher, das wir hier im Club72 im etwas besseren Gastgewerbe tätig sind, bitte kommen Sie zu Ihrem Vorstellungsgespräch gut gekleidet. Frau Schmitt, ich muss unser Gespräch leider beenden, ich habe noch einen Termin" mit diesen Worten verabschiedet sich Herr Bockmann.

"Sehen Sie Frau Z." wendet sich Frau Schmitt an Janka, "das war doch gar nicht so schwer. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg." Damit verabschiedet sich Frau Schmitt vom Ehepaar Z. und begleitet sie zur Tür.

Janka und Ihr Mann fahren nach Hause.

"Wenn wir nicht auf das Geld angewiesen wären, hätte ich DER schon noch was gesagt" gibt Jankas Mann noch einen Kommentar von sich.

Unpünktlich nach 20 Uhr, mit 10 Minuten Verspätung, betritt Janka den Club72.

Erstaunt stellt Janka fest, dass es hinter der Theke eine Bekannte steht. "Wie kommst Du denn hierher" fragt sie.

"Hallo Janka, Du weißt doch, ich war arbeitslos. Stell' Dir vor, vor zwei Tagen habe ich vom Arbeitsamt ein Angebot bekommen hier hinter der Bar zu arbeiten und gleich hier angefangen. Keine schwere Arbeit und das Trinkgeld sitzt bei den Gästen locker" kommt lachend die Antwort.

"Ich suche einen Herrn Bockmann?" fragt Janka.

"Herr Bockmann ist in seinem Büro. Die Treppe links von der Theke nach oben. Er wartet schon auf Dich, er steht auf Pünktlichkeit, da wird er mit Dir noch viel Freude bekommen" warnt Jankas Bekannte.

Janka klopft an die Tür mit der Aufschrift "Geschäftsführer".

"Herein" ertönt es von innen.

"Ah, Sie sind sicherlich Frau Z." wird Janka von einem Herrn in einem gutsitzenden Anzug begrüßt. "Mein Name ist Bockmann, wir hatten ja schon miteinander Telefoniert."

"Ja" Janka ist etwas eingeschüchtert.

Mit "Nehmen Sie Platz" bietet Herr Bockmann Janka einen Stuhl an. "Sie sind also Frau Z.? Ich habe mir von Frau Schmitt, von der Arbeitsagentur, heute Nachmittag noch Ihre Unterlagen für den Arbeitgeber geholt."

"..."

"Also wir wollen versuchen Sie wieder in das regelmäßige Arbeitsleben einzugliedern. Die Arbeitsgelegenheit, die ich Ihnen anbieten kann, dauert drei Monate. Danach ... Vielleicht ... wird vielleicht sogar ein fester Arbeitsvertrag daraus. Na, wie gefällt Ihnen die Aussicht?" lacht Herr Bockmann Janka an.

"Das klingt nicht schlecht" fügt sich Janka in ihr Schiksal "Ich arbeite dann an der Theke?"

"Diese Stelle ist bereits Tagen vergeben. Für Sie habe ich aber noch etwas anders. Sie arbeiten dann auch zeitweise an der Bar. Sie können hier als 'Soziotöse' arbeiten. "

"Gut" erwiedert Janka, der Begriff sagt ihr zwar nichts, aber sie hat noch die Ermahnungen ihres Mannes in den Ohren.

"Ich habe bereits einen entsprechenden Vertrag für Sie vorbereitet. Ich benötige noch einige persönliche Angaben von Ihnen, dann können wir unterschreiben. Der Vertrag gilt für die Dauer von drei Monaten, beginnend ab morgen. Wegen der kurzen Laufzeit und Ihrer besonderen Lage habe ich eine Kündigung innerhalb dieser Zeit ausgeschlossen."

Janka ist einverstanden "O.K. Das geht aber fix bei Ihnen."

"Wer zu langsam ist, den überrollt der Konkurrent."

Janka unterschreibt ohne durchzulesen und erhält eine Ausfertigung des Vertrags.

Herr Bockmann legt lächelnd seine Ausfertigung zur Seite. "So, ab morgen arbeitest Du für mich. Ich habe bereits morgen Vormittag einen Termin beim Gesundheitsamt für Dich."

Janka schaut Herr Bockmann fragend an, sie versteht nicht.

"Du hast soeben einen Dreimonatsvertrag als 'Soziotöse' bei mir unterschrieben. Das hätte ich mir denken können, dass Du nicht weißt, was eine Soziotöse ist. Eine Soziotöse ist ein anderer Begriff für eine Prostituierte, Du wirst ab morgen hier anschaffen!"

"NEIN!!!" haucht Janka geschockt, "das mache ich nicht."

"Da wirst Du Pech haben, Du hast einen rechtsgültigen Vertrag abgeschlossen. Dank unserer lieben Regierung ist die Arbeit einer Prostituierten nicht mehr sittenwidrig. Du hast keinerlei Möglichkeit Dich aus dem Vertrag herauszuwinden. Du könntest Dich lediglich gegen entgangen Gewinn freikaufen. Das Geld hast Du aber nicht. Lies einmal Deinen Vertrag durch."

Janka wird auf ihrem Stuhl immer kleiner. Jeder Satz trifft sie wie ein Hieb.

"Dass Du fic.... kannst, geht aus Deinen Unterlagen hervor. Du hast einen Sohn." Hämisch fügt Herr Bockmann noch hinzu "Was Du noch nicht kannst, bekommst Du hier schon noch beigebracht. Sieh' es einmal so: auch Dein Mann wird davon profitierten. Und das alles für NUR EINEN EURO pro Tag."

In einem normalen geschäftsmäßigen Ton erklärt er Janka noch "einen Künstlernamen brauchen wir für Dich nicht, erstens jobbst Du nur für drei Monate und Dein Name Janka passt auch gut zu Deiner neuen Tätigkeit."

"Ach ja, noch etwas: ab morgen bist Du pünktlich" funkelt er aggressiv Janka an.

Janka traut sich nichts mehr zu sagen.

Herr Bockmann begleitet Janka zur Tür "Morgen früh, pünktlich um 9 Uhr, hast Du einen Termin beim Gesundheitsamt, für Deinen Bockschein, schließlich biete ich meinen Kunden nur gesunde Huren an." sagt er noch so laut zu Janka, dass seine Bemerkung klar und deutlich von den Kunden (und dem Personal) an der Theke vernommen wird.

*************************************************************************

Epilog:

In so eine Richtung könnte sich unser Sozialsystem noch entwickeln. Wer es nicht glaubt, sollte einmal in eine Suchmaschine "Harz IV" und "Prostitution" eingeben. Auch auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit sind entsprechende Angebote schon vorhanden.
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Beitragvon freeme » 29.09.2006, 12:57

Es ist zwar nur eine Story aber ich geb tortzdem mal meinen Senf dazu.

Ich finde das mit dem Überrumpeln zur Prostitution zwar nicht ganz i. O. aber diese Janka verdiente eine Abreibung, da sie in meinen Augen eine Sozialschmarotzerin ist (will ja gar nicht arbeiten, ich wäre froh wenn ich endlich eine ANDERE Arbeitsstelle finden würde) und wenn man nicht weiss was ein Wort bedeutet, hier "Soziotöse" dann kann man schließlich nachfragen.
Zuletzt geändert von freeme am 29.09.2006, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon schlenzi » 29.09.2006, 13:59

Sicherlich ist sie nicht ehrlich mit dem System, aber sie zur Prostition zu zwingen und das war es in meinen Augen - auch wenn sie gutgläubig unterschrieben -, denn das ist Sklaverei. Es gibt Leute die bescheißen den Staat und sind nicht einmal Arbeitslos, aber welchen Begriff gibt es für solche Leute? Manche Konzerne zahlen keine Steuern, erhöhen die Gehälter der Führungsspitze massiv im zweistelligem Prozentbereich, während die Arbeiter immer weniger verdienen oder gleich wegrationalisiert werden ... und viellerlei mehr.

Da bleibt die Frage: Welche Arbeit ist zumutbar?

Ich glaube nicht, daß man Frauen gegen ihren Willen je zur Prostition zwingen wird, so lange sich dieses Land Demokratie nennt ... auch wenn ich persönlich daran zweifele.

Mögen die beiden noch so "doof" im Kopf sein, dann sollte man dementsprechend etwas Respekt vor der Ehe bewahren. Wenn sie dann noch ein Baby haben, dann würde eine solche "Anstellung" die Gesellschaft noch viel schneller zerstören als uns lieb ist.

@freeme
Bitte vergesse nicht, daß nicht nur sie das Opfer wird ... sie hat auch ein Baby. Überlege doch mal, wie das Kind aufwachsen würde. Im Kindergarten würde dann vielleicht Gespräche fallen wie "Deine Mutter läßt sich von den Männern fic***!". Wie würdest du als kleiner Junge machen, wenn du irgendwann verstehst was das Wort Fic*** bedeutet? Du würdest vermutlich wütend werden und den Jungen verprügeln oder noch viel Schlimmeres.

Man sollte immer versuchen den Respekt des anderen zu bewahren, sonst stehen wir irgendwann am Abgrund und ein weiterer verbaler Stoß von Propaganda stößt dich hinab ... und es gibt kein Zurück.

Bedenke immer die Konsequenz deines Handelns!

schlenzi
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Beitragvon freeme » 29.09.2006, 15:36

@Schlenzi:

Das mit der Prostitution finde ich nicht i.O. (auch wenn es sich für manchen im ersten Post vll. anders lesen mag, hab beim schreiben auch nicht an das Kind gedacht) aber wie ich diese Story gelesen hab iss mir einfach die Hutschnur geplatzt als ich zu der Stelle kam wo sie meinte dass sie den Job auch wieder ablehnen würde und als dann der Bescheid kam das ihr das ALG 2 gesperrt wird und die beiden mords trara im Arbeitsamt machten.
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Beitragvon morty » 29.09.2006, 16:11

Brrrr, mich schüttelt's bei diesem Gedanken.
Aber lasst uns mal wieder zurückrudern.
Verträge kann man rückgängig machen, dafür gibt es Anwälte ! :shock:


Aber :

Hier ist ein Sexforum - Kapitel [glow=red]Sexstories[/glow]
und deswegen habe ich ein paar Anmerkungen zu machen:

- Diese Geschichte ist weder erotisch noch sexuell ambitioniert ( wie der Autor schon bescheinigt ) [smilie=ontopic.gif]

- Diese Geschichte ist leider sehr schwer zu lesen aufgrund der vielen Dialoge und der langgezogenen Handlung - Eigentlich wurde doch hier nur eine Negativschlagzeile mit Leben gefüllt.

- Forumstechnisch ist alles o.k. - sie kann stehen bleiben ( bisher )

- Gefallen hat sie mir auch nicht, da die Personen nicht sehr positiv erscheinen und zu sehr dem Klischee entsprechen. Eine Identifikation mit einer der Personen ist nicht möglich - mit überhaupt keiner.

- Für eine Diskussion Harz IV und Prostitution ist ein Thread unter Sextalk besser. Kommt darauf an, wie es sich hier entwickelt und wir werden den Thread verschieben oder neu öffnen.

Daher auch meine Frage: Was willst du uns mit dieser Geschichte sagen ?





8)
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Beitragvon phantasia-123 » 30.09.2006, 12:02

:evil: :evil: :evil: Soweit meine Meinung ! :evil: :evil: :evil:

die Geschichte ist die gedankliche Weiterentwicklung dessen
was die Regierung und die umsetzende Exekutive machen könnte,
wenn so weiter regiert wird. Leider ist diese Praxis (wenn auch nicht
vom Staat ermöglicht) in etlichen Ländern immer noch Standart.
Ich denke da vor allem an Länder die (noch) nicht zur EU gehören
aber bald dabei sein werden. Das Wort HEIRATSMARKT hat da eine
ganz andere Bedeutung. Selbst hochentwickelte und kultivierte Länder
wie Japan haben da, historisch bedingt, noch einige Probleme mit.

@Meinungen

Also wenn du eine Umfrage gestartet hättest wäre die Antwort ein klares :
Buuuuuuuuuuuuhhh ! Aber ich werde die Geschichte als Anlass
nehmen ein "Frustkämmerchen" einzurichten !

Zum Frustkämmerchen =>
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phantasia-123
 

Beitragvon gumbold » 05.10.2006, 10:22

[font=Lucida Console]
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* WARNUNG *
* *
* Dieser Beitrag enthält bösartigen Sarkasmus! *
* Wer damit nicht klarkommt oder *
* nicht zwischen den Zeilen lesen kann *
* möchte ihn bitte überspringen! *
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[/font]

Meine Lieben Forumsmitglieder,

lasst mich doch einmal den Advocatus Diaboli spielen.

Seit 2002 ist die Prostitution nicht mehr sittenwidrig. Es handelt es sich hierbei folglich um eine normale, zumutbare Arbeit. Die Agentur für Arbeit bietet auf ihrer Site entsprechende Stellen an. Lediglich aufgrund einer „Selbstverpflichtung“. Diese ist jedoch rechtlich nicht bindend. (Hierzu möchte ich, wie oben erwähnt, einmal vorschlagen, in eine Suchmaschine die Begriffe „Prostitution“ und „Harz IV“ einzugeben.)

Die Zeiten sind vorbei, in denen Totengräber, Henker e.t.c. als „unehrlich“ gelten. Würdet Ihr Euerem Kind etwa verbieten mit dem Kind eines Totengräbers zu spielen? Wo bleibt da die christliche Nächstenliebe?

Witzigerweise regt sich kaum jemand auf, wenn eine Geschichte in etwa einen Inhalt hat wie
  1. vom Chef/Vorgesetzten zur Betriebshure erpresst wegen Arbeitssuche/Karriere/Angst vor Arbeitsplatzverlust/;
  2. vom Partner zur Prostitution gebracht
  3. zur Unterschrift unter einen Sklavenvertrag gebracht

Wird hier, weil der Zuhälter der Staat ist, vielleicht gebeckmessert?

Bei o.a. (1 + 3) Geschichten ist eine Kündigung meist ausgeschlossen oder unmöglich.

In der Geschichte versucht der an unser bestes denkende Staat lediglich unsere hart erpressten Steuergelder vor einer unnötigen Verschwendung zu beschützten. Andererseits steht nirgends, dass die Agentur weiss, um was für eine Stelle es sich genau handelt.

[schild=11 fontcolor=FF0000 shadowcolor=000000 shieldshadow=1]Achtung!
Extra Böse[/schild]
Sollten sich vielleicht Frauen nach Ablauf der Versicherungsleistung automatisch beim nächsten Bordell melden?
(Über Männer habe ich mir noch keine Gedanken gemacht -> Stammtisch?)


Deine Mutter läßt sich von den Männern fic***!
Wie ist das mit den Kindern anderer Prostituierter? Die gibt es aktuell!

Daher auch meine Frage: Was willst du uns mit dieser Geschichte sagen ?
Die Geschichte ist eine Anregung, mehr nicht. Der Rest bleibt der Phantasie des Lesers überlassen und soll für Gesprächsstoff sorgen.

Eine Identifikation mit einer der Personen ist nicht möglich - mit überhaupt keiner.

Übrigens Janka gibt es wirklich. Sie und ihr Mann sind in etwa so wie geschildert. (Bis auf die Sache mit der Prostitution). Sie hat tatsächlich wegen genau der geschilderten änderung des Beschäftigungsortes Ihre Arbeit gekündigt; er ist dauernd krank, seltsamerweise aber ... Beide haben bei mir Hausverbot. Ich hasse es, wenn jemand in meine Wohnung kommt und sich ungefragt an meinem Kühlschrank bedient. Vor einiger Zeit musste ich erleben, wie Janka in einem Lokal sich aufregte: Sie hatte ein neues Handy bekommen und es gab bereits das Nachfolgemodel auf dem Markt. Sie fand das gemein. Beide identifizieren sich über ihre modische aktuelle, vorzeigbare Unterhaltungselektronik statt über Leistung. Beide haben sich inzwischen ein Haus gebaut. In unserem gesamten Bekanntenkreis kann sich niemand vorstellen mit welchem Geld. Erbbaurecht? Auf 99 Jahre finanziert? (Schließlich sollen Enkel und Urenkel was von dem Haus haben :-) )

Als ich die Geschichte von zwei Personen gegenlesen lies, hieß es: „Pass blos auf, die beiden sind total leicht zu identifizieren!“

Wegen der Dialoge: Man denke einmal an die französischen Krimis a la Kommissar Maigret. Diese bestehen größtenteils aus Dialogen aber wenig Handlung. --> Strengt den Leser mehr an.


Liebe Moderatoren,

ich hoffe, ich habe mich jetzt nicht selbst aus dem Forum gekickt.

Schönen Gruß

Euer

Gumbold
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Beitragvon phantasia-123 » 05.10.2006, 11:03

Nein - hast du nicht ! Wir Mod´s unterscheiden strickt zwischen "Eigene Meinung" die wir auch veröffentlichen wie alle Anderen auch und "Regelwiedrig" - in dem Fall hätten wir den Beitrag längst gelöscht.

Ein Aufreger war und ist dieser Threat aber allemal und wir haben uns sogar beim Admin rückversichert. Letztendlich hat dieser entschieden den Artikel zu lassen.

Gut finden muß ich es deshalb noch lange nicht.



:evil:
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Beitragvon gumbold » 05.10.2006, 11:06

Ach ja, eines noch:

In der Geschichte steht nirgends, dass die von der AA (offiziell) wissen, um was für eine Tätigkeit es sich bei der "Eingliderungsmaßnahme" handelt.

Ist jemand, der einen Dritten an einen Zuhälter vermittelt selbst Zuhälter?

Eines wollen wir alle hoffen:

Soweit darf es nie kommen!
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Beitragvon schlenzi » 05.10.2006, 11:34

"Ist jemand, der einen Dritten an einen Zuhälter vermittelt selbst Zuhälter?"

Ich stelle mal eine Gegenfrage: "Was der Unterschied von diesem <Vermittler> zum dem der im ehemaligen Ostblock nach hübschen Frauen Ausschau hält und die dann mit schönen Versprechen nach Deutschland lockt, damit diese dann dieser <Tätigkeit> nachgehen?"

Gibt es da wirklich einen deutlichen Unterschied? In beiden Fällen ist doch das Geld der Grund, oder nicht? Ich stelle diese Vermittler zu solcher Arbeit auf die gleiche Stufe zu denen der letztgenannten ...
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Beitragvon morty » 06.10.2006, 07:07

Nein, hier kickt sich niemand hinaus durch seine Geschichten.( solange sie sich im Forenrahmen bewegen )
Abeer Kritik ist auch uns Mod's erlaubt.

Ich kann nur noch einmal wiederholen:
Ich finde diese Geschichte überhaupt nicht erotisch, sorry.

8)
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